Jahrestagung
Schwerin
11.-13.05.2018

Spaltung

ist auch keine Lösung!

Wie kann die Gestalttherapie auf die gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren?

Vorwort

Liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir erleben in den letzten Jahren eine Zuspitzung von Meinungen und Verhaltensweisen, die uns besorgt und die die Gefahr von Spaltungen in mannigfaltiger Form hervorruft. Gerade jetzt – in der Vorbereitungszeit der Tagung und nach der Bundestagswahl – nehmen wir täglich neue oder sich zuspitzende Prozesse von Spaltung im politischen und sozialen Raum war. Frank-Walter Steinmeier hat in seiner Rede am Tag zur Deutschen Einheit „Mauern aus Entfremdung, Enttäuschung und Wut“ benannt, die unser Land spalten.

In Diskussionen mit unseren Mitgliedern wurde deutlich, dass der politisch-gesellschaftliche Aspekt der Gestalttherapie wieder in den Fokus gerückt ist und deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Die Tagung

„Spaltung“
ist auch keine Lösung!
Wie kann Gestalttherapie auf die gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren?

versucht, die gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen aufzugreifen und ihre Implikationen für die Gestalttherapie zu untersuchen.

Dabei haben wir folgende Themenbereiche definiert:

Digitalisierung und die Folgen für die Kommunikation unter Menschen

Gewalt: Gibt es mehr und brutalere Formen von Gewalt? Wie entwickelt sich der Terrorismus?

Integration vs. Assimilation des Fremden – der Fremden in unsere Gesellschaft

Die Spaltung in Arm und Reich – sind wir auf dem Weg in eine „ungerechte“ Gesellschaft?

Die Emotionalisierung in der Politik – das „Postfaktische“ und welche Bedeutung hat es?

Das verdrängte Erbe des Nationalsozialismus – eine Grundlage für rechte Gruppierungen und den Fundamentalismus?

Wir freuen uns, dass auch exerne ReferentInnen unserer Einladung zur Mitwirkung gefolgt sind, und hoffen, dass der Blick aus benachbarten Disziplinen unsere Wahrnehmung bereichert und unsere Handlungskompetenzen erweitert.

Wir laden Sie/Euch ein, im Rahmen der Tagung Fragen zu stellen, nach Antworten zu suchen und neue Wege zu erkunden.

Mit kollegialem Gruß

DVG-Vorstand